Friedrich von Bodelschwingh

 

Friedrich von Bodelschwingh wurde am 6. März 1831 in Tecklenburg geboren und starb am 2. April 1910 in Bielefeld-Gadderbaum.

Er war Pastor und Theologe und arbeitete in der Inneren Mission der Evangelischen Kirche.

Friedrich von Bodelschwingh stammte aus einer westfälischen Adelsfamilie und machte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Landwirt. Er wurde Verwalter eines Gutshofes in Pommern, wo er mit der Not der landlosen Bevölkerung seiner Zeit konfrontiert wurde. Sein Wunsch den Menschen zu helfen führte zunächst zum Studium der Theologie in Basel, Erlangen und Berlin. 1883 wurde er Pfarrer. Zunächst arbeitete er in einer deutschen Gemeinde in Paris, zog aber der Gesundheit seiner Frau zuliebe wieder nach Deutschland. Von seinen acht Kindern starben vier an Diphterie.

1872 übernahm er die Leitung der Evangelischen Heil- und Pflegeanstalt für Epileptische in Bielefeld, die schon 1867 als Initiative der Inneren Mission entstanden war. Im Laufe der Jahre machte F.v. Bodelschwingh sie zu einer der bedeutendsten Einrichtungen der Inneren Mission, in der neben Epileptikern auch Obdachlose, psychisch Kranke und weitere Hilfebedürftige Menschen betreut wurden. 1874 benannte er die Anstalt um in "Bethel", das ist hebräisch für "Haus Gottes". Heute trägt sie den Namen V. Bodelschwinghsche Anstalten Bethel.  

Die Deutsche Bundespost ehrte Friedrich von Bodelschwingh den Älteren 1951 mit einer Wohlfahrstmarke aus der Serie Helfer der Menschheit.

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