Stätten des Nationalsozialismus in Lengerich und Umgebung


Das Arbeits- und Erziehungslager in Hasbergen war ein Ziel der beiden Klassen 10 a und 10 b am 21. Januar, als sie die Schülerinnen und Schüler sich auf Spurensuche des Nationalsozialismus in Lengerich und Umgebung machten.

 

Die Erlebnisse des damals 16-jährigen Ukrainers, Igor Ritshn verdeutlichte das Schicksal vieler Fremdarbeiter, die teilweise als Kinder oder Jugendliche aus ihrer Heimat in das nationalsozialistische Deutschland verschleppt wurden. Die Fremdarbeiter, die nach der nationalsozialistischen Ideologie als „Menschen zweiter Klasse“ galten, mussten unter schwierigsten Bedingungen Schwerstarbeit leisten. Arbeiter fehlten im Land, da die deutschen Männer an der Front als Soldaten kämpften.

 

Bei der Gedenkstätte „Augustaschacht“ handelt es sich um das ehemalige Pumphaus und das umliegende Gelände des ehemaligen Arbeitserziehungslager.

 

Der Augustaschacht wird heute als eine Gedenkstätte an die NS-Herrschaft genutzt. Hier wird an die Opfer erinnert und soll zum Verständnis der Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten beigetragen werden. Um die Düsternis des Ortes zu unterstreichen, hat der Künstler Volker-Johannes Trieb an den Außenwänden meterlange, verkohlte Baumstümpfe angebracht. Außerdem wurde am Bahndamm oberhalb des Augustaschachts ein Mahnmal aus rostigen Metallstelen mit den Namen ehemaliger Häftlinge errichtet. zu einer Stätte der Erinnerung, Forschung, Lehre und Begegnung machen will. Die bisherige Eigentümerin, das Stahlwerk Georgsmarienhütte GmbH , verkaufte das Gebäude im Januar 2002 für den symbolischen Betrag von einem Euro an den Verein zur Gedenkstättenarbeit.

 

Anschließend besuchten die Schülerinnen und Schüler das Geheimlager A 1, einem ehemaligen Eisenbahntunnel, in dem mehr als 200 Fremdarbeiter Zwangsarbeit leisten mussten. Die „Zebras“, wie die Häftlinge genannt wurden, übernachteten im heutigen „Centralhof“ und sind jeden Morgen und jeden Abend in Reih und Glied zur Arbeit gegangen. Die Versorgung mit Essen war schlecht, viele hungerten. Einige Zwangsarbeiter versuchten, ihrem Schicksal zu entkommen und flüchteten. Die Strafe dafür war der Tod durch Erhängen. Insgesamt wurden 7 Menschen vor der versammelten Arbeiterschaft erhängt, um so eine Abschreckung  zu bewirken.

 

Leider bot sich uns ein Bild der Zerstörung und Verwüstung. Die Tür zum Tunnel war aufgebrochen, eine Gedenktafel, die dort vor Jahren angebracht worden ist, existiert nicht mehr.

 

Außerdem  gestaltete sich der Weg dorthin als ein gefährliches Unterfangen, weil die Gulliabdeckungen  auf dem Weg lagen und die Gullis offen und ohne Abdeckung eine Gefahrenstelle darstellten. Teilweise waren die offenen Gullis mit Pflanzen bedeckt und waren deshalb nicht sofort zu erkennen.

 

Sarah-Ann Möllmann

Frau Wahrmann

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